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Winfried Trinkle (* 19. Oktober 1935, † 4. Oktober 1980 am Annapurna I (Nepal)) war ein Geologe, Bergsteiger und Verfasser von geologischen Büchern.

Leben Bearbeiten

Trinkle lernte Maschinenbauschlosser und trat 1954 in die Zahnradfabrik Friedrichshafen in Schwäbisch Gmünd ein und blieb dort bis zu seinem Tod, zuletzt als Leiter der Abteilung Wertanalyse und Vorschlagswesen. Durch berufliche Weiterbildung hatte er sich bis zum Ingenieur fortgebildet.

1965 heiratete Trinkle die Mutlangerin Christa Lackner, mit der er zwei Töchter hatte.

Ehrenämter Bearbeiten

Trinkle war dem Sport verbunden und war württembergischer Schülermeister als Ringer im ASV Lorch. Für den TV Herlikofen war er efolgreicher Langstreckenläufer und Zehnkämpfer, mehrfach Kreis- und Bezirksmeister auf der Mittel- und Langstrecke sowie Seriensieger beim Stuifenlauf. In Herlikofen betreute er zehn Jahre lang das Kinderturnen und war auch als Trainer tätig.

Ab 1959 war er aktives Mitglied der DRK-Bergwacht Württemberg und wurde später zweiter Vorsitzender. Er übernahm dort jahrelang die Beschaffung von Rettungsgeräten.

Ab den 1960er Jahren beschäftigte sich Trinkle intensiv mit Botanik und Geologie seiner Heimat und eignete sich durch Selbststudium das nötige Wissen an.

Seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Geologie im Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd 1971 war Trinkle ihr zweiter Vorsitzender. Er wirkte maßgeblich bei der Neuaufstellung der geologischen Sammlungen im Städtischen Museum im Prediger mit.

Die Erstellung des Geologischen Pfades auf den Rechberg geschah unter seiner Beteiligung. Zudem gab er Vorträge an der Volkshochschule.

Ab 1977 kartierte er mit Mitgliedern der Geologischen Arbeitsgemeinschaft mit dem Geologischen Landesamt Baden-Württemberg das Meßtischblatt Schwäbisch Gmünd-Nord.

Alpinismus Bearbeiten

Durch seine Tätigkeit in der Bergwacht war Trinkle auch Mitglied des Deutschen Alpenvereins. Die zusammen mit seinem Freund am Rosenstein angebrachten Fixhaken werden heute noch verwendet.

Er bestieg schwierige Gipfel in den Alpen.

Zusammen mit seinen Schwager Peter Lackner war er an zahlreichen Expeditionen in die Anden, nach Kanada und zweimal in den Himalaya beteiligt, darunter eine Erstbesteigung eines 6.400 m hohen Berges. Der Gipfel Trilack ist nach den beiden Bergsteigern benannt.

Tod Bearbeiten

Trinkle nahm ab 1. September 1980 an einer Deutschen Himalaya-Expedition teil. Am 4. Oktober rutschte Trinkle, nachdem er zusammen mit einem anderen Bergsteiger den bewusstlosen Körper eines Kameraden barg, ab und stürzte über mehrere Steilabbrüche in die Tiefe, wo er auf 6.700 Meter Höhe leblos liegen blieb.

Die Nachricht von seinem Tod traf am 10. Oktober in Schwäbisch Gmünd ein. Sein Leichnam konnte nicht geborgen werden uns gilt als verschollen.

Ehrungen Bearbeiten

Der Berg Trilack im Himalaya ist nach den Erstbesteigern Trinkle und Lackner benannt.

Auf dem Friedhof Herlikofen wurde 1981 ein Gedenkstein enthüllt.

Werke Bearbeiten

Trinkle verfasste zahlreiche Aufsätze, u. a. für die Vereinszeitschrift Lupe des Naturkundevereins, und die geologischen Kapitel zahlreicher Ortschroniken. Zudem verfasste er eine Broschüre über den Rosenstein.

Bücher Bearbeiten

  • „Die Geologie im Landkreis Schwäbisch Gmünd“, 1972
  • „Ostalb, Werden und Besiedlung“, 1979

Literatur Bearbeiten

Landesbibliographie Baden-Württemberg: 1012389995; PND: 107923211