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Konrad Kirchner

Pfarrer Konrad Kirchner

Konrad Kirchner (* 1856 in Erbach (Donau); † 11. August 1911 in Gmünd) war ein katholischer Priester. Er gründete St. Canisius sowie die Klostergemeinschaft der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung.

Wirken Bearbeiten

1883 empfing Kirchner die Priesterweihe. Ab 1892 wurde ihm die Seelsorge der Wallfahrtskirche St. Salvator in Gmünd übertragen. Er ließ die Kirche renovieren und belebte die Wallfahrt neu. 1896 erhielt er zusätzlich die Seelsorge über die Frauenstrafanstalt Gotteszell.

Kirchner war zudem für den katholischen Religionsunterricht der Kinder der umliegenden Diasporagemeinden zuständig. Zu diesem Zweck gründete er 1898 im ehemaligen Gasthaus Paradies (neben dem heutigen St. Loreto) eine Kinderbetreuung. Er selbst übernahm dabei den Religionsunterricht, drei Vinzentinerinnen übernahmen den Unterricht und die Betreuung der Kinder.

Da das Haus den Anforderungen bald nicht mehr entsprach, konnte mit finanzieller Unterstützung der Arztwitwe Agnes Philippine Walter bereits am 1. Mai 1902 ein Neubau eingeweiht werden. Die Vinzentinerinnen bezogen das dem Petrus Canisius geweihte Gebäude mit 20 Kindern. Gleichzeitig bezog auch eine Gruppe von Frauen um Agnes Philippine Walter das Canisiushaus, die dem 3. Orden des Hl. Franziskus angehörten. Am Herz-Jesu-Fest 1902 begannen sie mit der ewigen Anbetung in der Kapelle des Canisiushauses. Aus dieser Gruppe entstand im Laufe der Zeit die Klostergemeinschaft der Franziskanerinnen.

Aus der Kommunikantenanstalt wuchs im Laufe der Jahre ein Kinderheim, aus dem die heutige gemeinnützige Kinder und Jugendhilfe GmbH St. Canisius wurde.

Kirchner blieb als Wallfahrtspfarrer, Gefängnisseelsorger und geistlicher Leiter des Canisiushauses aktiv, erkrankte ab 1910 und verstarb am 11. August 1911 im Spital zum Heiligen Geist.

Ehrungen Bearbeiten

St. Canisius verehrt Konrad Kirchner als seinen Gründer und hat ein Gebäude auf seinem Areal nach ihm benannt.

Literatur Bearbeiten