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Titel Gmünder Heimatblätter

Titelkopf der „Gmünder Heimatblätter“, 1963

Die Gmünder Heimatblätter waren eine heimatkundliche Schriftreihe aus Schwäbisch Gmünd. Sie erschienen monatlich von 1928 bis 1966 als Beilage in der Rems-Zeitung, abgesehen von 1938 und 1940 bis 1947. Als Vorläufer gilt die Gmünder Chronik, die von 1907 bis 1909 erschien.

Geschichte Bearbeiten

Die Idee zur Herausgabe einer Heimatzeitschrift entstand auf dem im September 1927 abgehaltenen ersten Gmünder Heimattag, um, wie es Oberbürgermeister Karl Lüllig in der ersten Ausgabe beschrieb, „für die Gemeinde [...] eine dauernde, sichtbare und fruchtbare Verbindung zu schaffen und ihr neue Freunde zu gewinnen“.[1]

Als geistiger Vater der „Heimatblätter“ gilt Professor Franz Dietzel (1877-1957), der auch bis zu seinem Tod Schriftleiter war. Auf den Gmünder Heimattag 1927 unterbreitete er den Vorschlag zur Herausgabe der „Gmünder Heimatblätter“, die vom engeren Ausschuß des Gmünder Heimat- und Verkehrsverein Schwäbisch Gmünd - neben Prof. Dietzel waren dies Oberbürgermeister Lüllig, Hermann Erhard, Xaver Frei zum Hahnen, Karl Otto Lang, Buchhändler Erich Stiegele, Erwin Walter und Major Wulz - auf Zustimmung stießen.

Die Verhandlungen mit der Rems-Zeitung kamen zügig zu einem positiven Ende, so daß bereits im Januar 1927 die erste Ausgabe erscheinen konnte.

Auch nach 1933 konnten die „Heimatblätter“ weiterhin erscheinen, es wurde allerdings schwieriger, die Stoffe in Auswahl und Fassung zu bringen, ohne daß die Nationalsozialisten eingriffen. Mit der Ausgabe November/Dezember 1937 wurde das Erscheinen von den Nationalsozialisten eingestellt. Im Januar 1939 erschien eine in geänderte Form von der NSDAP geprägte Ausgabe der „Gmünder Heimatblätter“, allerdings ohne die Mehrzahl der alten Mitarbeiter. Nach sieben Ausgaben wurden die Blätter bei Kriegsbeginn eingestellt.

Nach 1945 erschien unter der Schriftleitung von Dietzel in der NWZ von 1948 bis 1949 die Beilage Unsere Heimat, die nach Wiederaufnahme der Tätigkeit der Rems-Zeitung eingestellt wurde. Ebenfalls erschien als Beilage der Schwäbischen Post bis Sommer 1949 eine heimatkundliche Beilage , die ebenfalls Gmünder Heimatblätter hieß.

Der Titelkopf blieb über die Jahre relativ gleich, lediglich die Wappen erfuhren eine Veränderung. So wurde das Altwürttemberger Hirschwappen 1957 durch das (seitenverkehrte) Wappen des Landkreises Gmünd und das Wappen der Stadt Schwäbisch Gmünd durch eine modernere Version ersetzt.

Schriftleiter Bearbeiten

Bekannte Autoren Bearbeiten

Quellen Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Zit. aus Gmünder Heimatblätter Nr. 1, 1928 („Zum Geleit“)